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ECMO-Therapie, bei Patienten mit schwerem Lungenversagen

Seit Sommer 2010 setzen wir erfolgreich die veno-venöse extrakorporale Membranoxygenierung (vv-ECMO) bzw. Decarboxilierung (ECCO2-R) ein.
Indikation ist ein schweres primär respiratorisches Versagen, bei dem eine lungenprotektive Beatmung mit Vermeidung hoher Spitzendrücke nicht realisierbar ist und/oder weiterhin eine schwere Oxygenierungsstörung bzw. Hyperkapnie besteht.

Sollten Sie bei Patienten mit schwerem ARDS, exazerbierter COPD, Pneumonie etc. eine ECMO-Therapie in Erwägung ziehen, nehmen sie bitte mit unserem Dienstarzt der Abteilung für Intensivmedizin Kontakt auf und stellen uns den Fall vor. Wir klären umgehend ob eine Übernahme möglich ist.

Unsere ECMO-Hotline erreichen Sie täglich 24 h unter

089/1797-2226

Dr. Heiner Hamm und Dr. Franz Brettner (rechts) bei der Anlage einer ECMO

Am Krankenhaus Barmherzige Brüder München besteht hierfür schon seit Jahren eine Expertise, die wir jetzt auch anderen Kliniken anbieten möchten. Seit Sommer 2010 haben wir viele Patienten mit ARDS und COPD mittels ECMO-Therapie erfolgreich behandelt. Speziell bei Patienten mit exacerbierter COPD und hyperkapnischem Lungenversagen konnte im Rahmen der ECLA-Studie durch eine primäre ECMO-Therapie eine Intubation und Langzeit-Beatmung vermieden werden. Nach einer meist kurzen Weaningphase von der ECMO konnten die Patienten mit guter Atemmechanik und suffizientem Gasaustausch auf die Internistische Allgemeinstation verlegt werden.

Welche Patienten profitieren von dieser Methode?

Mit dem bei uns eingesetzten iLA activve®-System ist eine Therapie bei primär respiratorischem Versagen für folgende Indikationen möglich:

  • ARDS,
  • exazerbierte COPD,
  • Pneumonie,
  • schwere Asthma-Exazerbation

Ein Kreislaufversagen mit akut schwerer Linksherzinsuffizienz kann mit vv-ECMO nicht versorgt werden. Hierfür wäre die Anwendung einer va-ECMO angezeigt, die aktuell in unserer Abteilung noch nicht routinemäßig zur Verfügung steht. Da wir kein ECMO-Team an die zuweisende Klinik senden können, muss der Patient ausreichend transportstabil sein.

Dr. med. Franz Brettner
Chefarzt Abteilung für Intensivmedizin